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Gemeindefest in Schwelm – ein echtes Sommerevent

 

Schwelm. Am Samstag, dem 20. Juni 2026, fand in und an der Neuapostolischen Kirche in Schwelm das jährliche Gemeindefest statt. Es hat sich als echtes Sommerfest erwiesen.

Etliche Gemeindemitglieder waren schon ab 10,00 Uhr mit dem Aufbau beschäftigt. Pünktlich um 11,00 Uhr waren fast alle der über 40 Teilnehmenden eingetroffen. Ein Geburtstagskind wurde mit einem Ständchen überrascht. Einige Darstellerinnen für die Aufführung eines Sketches begaben sich noch in die „Maske“. Die teils schweren Kostüme waren eine Herausforderung, denn die Temperaturen draußen und drinnen wurde immer höher. Für manche hätten es auch gut und gern ein paar Grade weniger sein dürfen. Letzte Hand wurde auch für die Spiele angelegt, die das Gemeindegremium geplant und vorbereitet hatte. Um 11.20 Uhr eröffnete der Gemeindevorsteher Dirk Emde das Fest mit Begrüßung und Gebet.   

Dann ging es mit dem Sketch einer Polizeikontrolle los. Das Stück war einem Video aus dem Schweizer Fernsehen entlehnt und hieß: „Wer so eine Frau hat, braucht keine Feinde“: Eine Familie ist mit dem Auto auf einer Reise und der Fahrer ahnt nicht, dass sie zu einer Höllenfahrt für ihn würde. Bei einer Verkehrskontrolle werden ihm insgesamt sieben Verstöße zur Last gelegt, wobei seine Insassinnen (Frau und Tochter) ihm kräftig in den Rücken fallen. Der letzte Strafbestand bringt das Fass derart zum Überlaufen, dass die Verkehrspolizistin nicht mehr höflich bleibt, sondern den Fahrer barsch zum Aussteigen auffordert. Die Handschellen klicken und er wird unter den feixenden Gesichtern seiner Familie zum Streifenwagen abgeführt.

Das Publikum reagierte amüsiert und mit teils explosivem Gelächter. Das Stück lebte im ersten Teil vom Wortwitz, im zweiten von der überraschenden Action. Das Mienenspiel der Zuschauenden sprach Bände: Es spiegelte fröhliches Lachen, aber wegen der dramatischen und unerwarteten Wende der Aufführung auch ungläubiges Staunen und sogar schockiertes Entsetzen wider. Die Befreiung aus der Situation sollte sich für den „Fahrer“ erst kurz nach dem Sketch ergeben. Das Publikum nahm nun mit witzigen mitfühlenden oder schadenfrohen Kommentaren teil, zumal die "Polizistin" den gefangenen "Fahrer" noch eine Weile zappeln ließ ("Bleibt das den ganzen Tag so?"). Die Aufführung endete mit herzlichem Lachen und Applaus. Die „Polizeihauptkommissarin“, natürlich auch gespielt von einem Gemeindemitglied, wurde in ihrer schweren Uniform und Motorradleder sowie Polizeiausrüstung zunächst nicht von allen sofort erkannt. Allen vier Darstellenden war ihre Spielfreude deutlich anzusehen.

Danach waren die Gemeindemitglieder und Gäste gebeten, Lose zu ziehen, durch die sich Gruppen für die anschließenden Spiele bildeten. Diese fanden in verschiedenen Räumen der Kirche sowie auf dem Kirchenparkplatz statt.

Beim Säckchen- bzw. Dosenwerfen waren Treffsicherheit und Geschicklichkeit gefragt. In der Gruppe „Riechet und schmecket“ mussten mit verbundenen Augen verschiedene Speisen verkostet und erraten werden. In der Gruppe „Wer bin ich“ galt es, fünf Personen zu erraten. Hierbei durften Fragen gestellt werden, die nur mit ja oder nein beantwortet werden durften (nach dem Vorbild von "Was bin ich" mit Robert Lembke). Im Spiel "Bauen auf festem Grund" hatten die "Baumeister" unterschiedliche Handicaps: Einer kann nicht sprechen, einer darf nicht fühlen und tasten, wieder jemand ist blind. Der Stumme hat zwar den Plan, der Blinde baut, und beide werden miteinander verbunden.

Weiterhin hatten Gemeindemitglieder Kinderfotos (alle in schwarz-weiß) von sich eingeschickt, und mit viel Heiterkeit wurden die dazu gehörigen Namen erraten oder auch danebengetippt. Im Bibelquiz konnten die bibelfesten Cracks ihre Antworten geben. Die Fragen hatten es aber diesmal so in sich, dass die Gruppen meist untereinander eine Antwort (vier mögliche wie bei „Wer wird Millionär“) abstimmen und tippen mussten. Sogar die Seelsorger kamen ins Schwimmen. Für alle Spiele war eine Maximalpunktzahl erreichbar.

Der Gemeindevorsteher und weitere Helfer hatten inzwischen den Grill angeworfen, so dass die Bratwürste schnell fertig waren. Viele hatten selbstgemachte Speisen mitgebracht und damit das Büfett in der Garderobe bestückt. Meist waren es, dem Wetter entsprechend, leichte und erfrischende Salate, Obst und andere passende Speisen. Gegessen und getrunken wurde sowohl im Gemeinschaftsraum als auch draußen. Ein Gremium-Mitglied verkündete das Ergebnis der Spiele. Drei Gruppen der insgesamt sieben hatten sich ihre „Preise“ durchs beharrliche Punktesammeln redlich verdient. Die Preise bestanden darin, einige Tätigkeiten ausführen zu „dürfen“, die wiederum der Gemeinde zugutekommen.

Trotz der sehr warmen Temperaturen nahmen viele noch an sportlichen Aktivitäten wie Säckchen werfen, Tischtennis und Tischfußball teil, während vier Hunde auf dem Kirchenplatz herumtollten. Die schattenspendenden Pavillons sorgten dafür, dass draußen verschiedenen Kuchen und natürlich dem Kaffee reichlich zugesprochen wurden.  

Im Lauf des Nachmittags ging es ans Abbauen, Aufräumen und Verabschieden. Viele hochgezogene Mundwinkel zeugten davon, dass der Spaß nicht zu kurz kam.  

4. Juli 2026
Text: Rainer Duddek
Fotos: Diana Briczin, Christiane Emde, Anja Wessels

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"Polizistin" bereit für den Auftritt
Das "Familienauto" für die Aufführung: "Wer so eine Frau hat, braucht keine Feinde"
Die Verkehrskontrolle
Die "Festnahme"
Die Festnahme ist noch nicht zu Ende
Erfolgreiches Dosenwerfen
Säckchenwerfen
"Riechet und Schmecket"
Raten beim "Riechen und Schmecken"
"Bauen auf festem Grund"
Personenraten anhand von Kinderphotos
Beim Bibelquiz
Kaltes Büfett
Grillmeister am Werk
Verkündung der Preisvergabe
Wer ist Gruppe 3?
 

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