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Auf dem 3-Türme-Weg in Hagen

 

Schwelm. Der diesjährige Wandertag führte die begeisterten Wanderer auf ungeahnte Höhen mit tollen Aussichten. Dabei konnten sich die Teilnehmer überzeugen, wie schön Hagen in Westfalen ist.

Der Wandertag 2025 ist der achte, der von Gevelsberg aus geplant und konzipiert wird. Und der wohl anspruchsvollste. Dies war vielleicht der Grund, warum sich „nur“ 14 Teilnehmer dazu angemeldet hatten.

Die Wanderfreunde trafen sich am Samstag, dem 6. September 2025, auf dem Wanderparkplatz neben der Waldgaststätte Hinnenwiese. Nach kurzer Vorstellung an einer Wanderkarte und Lockerungsübungen für die Muskeln ging es bergauf. Auf teils steilem Pfad erreichten die Teilnehmer nach knapp einem Kilometer die höchste Stelle des Wanderweges, den Kaiser-Friedrich-Turm. Da dieser sich auf dem Gelände einer Gastronomie befindet, war er für Besucher geöffnet. Das Wetter und die Sicht waren optimal, so dass man über große Teile von Hagen bis ins Ruhrgebiet blicken konnte.

Danach ging es gegen den Uhrzeigersinn weiter in Richtung Bismarckturm. Auf dem Weg ahnte die Gruppe schon, dass das Gelände Abstecher zu weiteren Sehenswürdigkeiten bieten würde (Saugatter, Damwildgehege, Trimmdichgeräte). Das war an dem Tag nicht zuzumuten; also gilt die Anregung: Wiederkommen und Vertiefen der herrlichen Natur. Stattdessen ging es auf dem mit „T“ markierten Weg an Industrierelikten aus dem Freilichtmuseum vorbei. Einige nutzten die verschiedenen Stempelstellen per QR-Code, um sich den Weg in einer Wanderurkunde für den persönlichen Wanderpass dokumentieren zu lassen. Eine verdiente Pause wurde genutzt, um die Rucksäcke zu öffnen und den mitgebrachten Proviant zu verzehren. Natürlich war bei warmen Temperaturen auch der Wasserverbrauch hoch. Singvögel und Greifvögel wurden gesichtet und fotografiert.

Nach weiteren Kilometern erreichte die Gruppe den Bismarckturm. Alle drei Türme sind über 120 Jahre alt, und auf Infotafeln werden historische Hintergründe erläutert. Glücklicherweise war auch der Bismarckturm geöffnet. Auf der obigen Aussichtsplattform bot sich ein toller Blick auf Hagen, den Ennepe-Ruhr-Kreis und das Ruhrgebiet zur einen Seite. Auf der anderen Seite waren endlose Wälder und viele Windräder zu sehen in Richtung Märkischer Kreis und zum Sauerland. Ein Teilnehmer, der aus Hagen stammt, konnte der Gruppe erklären, welche Ortsteile und markanten Gebäude zu sehen waren. Auch das Gebiet der Wanderung am Hengsteysee von 2023 mit seinem Weinberg war gut zu erkennen. Ebenso war der dritte Turm des namensgebenden Weges in der Ferne schon zu erspähen.

Doch nach dem Abstieg vom Bismarckturm ging es zunächst in die entgegengesetzte Richtung bergab zum tiefsten Punkt des Weges. Zwischen dem Restaurant Kaisergarten und dem Stadtgarten galt es, allmählich wieder bergauf zu steigen. Am Hotelrestaurant Waldlust vorbei wurde es gelegentlich steil, so dass die Wanderer prustend auch „unter Dampf“ kamen. Nach einigen Kehren wurde endlich der Eugen-Richter-Turm erreicht. Hier wird deutlich, dass Eugen Richter und Otto von Bismarck Widersacher waren. Es ging darum, den anderen zu übertreffen: Ein Turm ist zwar höher, der andere jedoch steht auf dem höheren Bergrücken.

An der Siedlung Im Dehrt vorbei ahnte die Gruppe, dass sich die Rundwanderung allmählich schließt: Der Kaiser-Friedrich-Turm wurde wieder auf Hinweisschildern angezeigt. Auf Asphalt ging es den letzten Kilometer bergab zum Ausgangspunkt.

Fazit: Gut 13 km geschafft (so hatte ein Teilnehmer per Schrittzähler ermittelt), über 370 m Höhenunterschiede bewältigt, meist auf angenehmen Waldwegen. Häufig waren die Wanderer im Wald vor der intensiven Sonne geschützt. Die Stimmung war super, es wurde viel geklönt und gelacht, jeder kam mit jedem ins Gespräch. Gehzeit mit Pausen: 4 ½ Stunden.

In der Waldgaststätte gönnten sich alle ihre verdiente Rast. Die gewünschten Speisen waren zuvor gemeldet worden, so dass sie rasch serviert wurden. Nicht zu vergessen etliche Getränke. Alles wurde auf der Außenterrasse mit Blick auf die Natur eingenommen. Auch wurde den diversen Kaffeespezialitäten zugesprochen, so dass sich der Aufenthalt lange hinzog.

Doch vielleicht wird im kommenden Jahr ein etwas weniger anstrengender Weg gewählt, obwohl die Gruppe homogen war und alle stolz waren, es geschafft zu haben.

19. September 2025
Text: Rainer Duddek
Fotos: Michael Carduck, Rainer Duddek, Susanne Müller

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