Schwelm. Am Sonntag, dem 28. April 2024, legten zwei junge Gemeindemitglieder in der Neuapostolischen Kirche in Schwelm ihr Glaubensbekenntnis zu ihrer Konfirmation ab. Viele Gemeindemitglieder und Gäste der Konfirmandenfamilien waren Zeuge in der gut gefüllten Kirche.
Jesus Christus als Weg, Wahrheit und Leben (vgl. Johannes 14, 6) ist der Maßstab, den Stammapostel Jean-Luc Schneider und Bezirksapostel Rainer Storck in ihren Briefen an die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahres 2024 ans Herz legten.
Der Gemeindevorsteher, Priester Dirk Emde, ging zu Beginn seiner Predigt auf das zuvor verklungene Chorlied ein: „Ich, der Herr von Erd und All“. Es ist dem Propheten Jesaja nachempfunden, der auf Gottes vermeintlich rhetorische Frage „Wen soll ich senden?“ antwortete: „Herr, sende mich!“. So sollen sich gläubige Christen im Vertrauen von Gott geführt fühlen, aber auch Sendungsbewusstsein an den Tag legen („Hier bin ich, Herr, meinst du mich, Herr?“). Die Passage „Meines Bruders Hüter will ich sein“ zeugt davon, dass wir auch den Nächsten unterstützen wollen. Die Konfirmanden sind aufgerufen, das in die Tat umzusetzen. Aber sie sollen auch verspüren, dass sie sich von Gott und der Gemeinde getragen fühlen.
Das Bibelwort erinnerte Priester Emde an eine Geschäftsreise, die er im Auto mit seinem Arbeitskollegen unternahm: Beide hatten unterschiedliche Meinungen zur Reiseroute, das Navigationsgerät wieder eine andere und ein Kartenmaterial auch. Vier Meinungen und eine Verspätung von einer Stunde waren die Folge. Jesus Christus weist uns den Glaubensweg zum Ziel, und da gibt es kein Verirren. Er spricht auch die Wahrheit und nichts anderes. Bei einer Wettervorhersage sind wohl viele Menschen schon von Unwahrheiten überrascht worden. Und während wohl schon jeder von Mitmenschen enttäuscht wurde, kann Jesus in seiner Göttlichkeit nicht lügen. Das ewige Leben hängt von dem zielgerichteten Streben gläubiger Christen ab. Wir alle haben es selbst in der Hand. Das Wort „Gelübde“ hat zwar einen ernsten Hintergrund, jedoch soll es ein freudiges Versprechen sein im Wissen, dass der himmlische Vater die nicht im Stich lässt, die Weg, Wahrheit und Leben Jesu suchen.
Die Predigtbeiträge von Priester Tobias Matreitz (Jugendbeauftragter des Kirchenbezirks Ruhr-Süd) und Diakon Dennis Stahl (Jugendleiter der Gemeinde Schwelm) unterstrichen die Gedanken des Gemeindevorstehers. Priester Matreitz griff unter anderem den Gedanken „Sende mich“ auf. Niemand sollte sich in seiner Aufgabe nutzlos oder ungeeignet fühlen. Die Parabel von zwei Wassereimern – einer intakt und der andere mit Loch – sprach zur Sache. Beide Eimer wurden mit Wasser gefüllt und eine Strecke lang getragen. Der beschädigte Eimer war ohne Motivation, weil er viel Wasser verlor und allenfalls die Hälfte davon zum Bestimmungsort ankam. Jedoch auf der Seite, wo der löchrige Eimer getragen wurde, blühten und wuchsen die schönsten Blumen.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls legten die beiden Gemeindemitglieder Zoé und Jonathan ihr Glaubensgelübde ab. Daraufhin spendete Priester Emde ihnen den Segen des dreieinigen Gottes zur Konfirmation, durch die sie ihre Verantwortung für ihren Glauben übernehmen.
Der Gottesdienst wurde durch zahlreiche musikalische Überraschungen untermalt: instrumental (Orgel, Klavier, Trompete) und vokal (gemischter Chor, Kinderchor, Kindersolo, Frauen-Terzett, gemischtes Duett).
Nach dem Gottesdienst wurden Urkunde und Geschenke der Kirchenleitung überreicht. Es dauerte geraume Zeit, bis das Defilee der Glückwünsche aus der großen Gemeinde vorübergezogen war.
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