Schwelm. Am Sonntag, dem 11. Mai 2025, fand in der Neuapostolischen Kirche Schwelm eine Konfirmation statt. Als Bibelwort diente dazu Philipper 2,4: „Und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“
Der Gemeindevorsteher, Priester Dirk Emde, führte in seiner Predigt unter anderem aus:
"Wir haben heute gleichzeitig Muttertag und Konfirmation. Für eine Mutter ist es eine schöne Kombination, denn sie sieht in der Konfirmation den Erfolg ihrer Bemühungen, Gottes Liebe in das Herz ihrer Kinder zu legen.
Mütter tun ihr Leben lang Gutes für ihre Kinder aus Liebe. Jesus ist uns hier Vorbild, denn sein Leben lang hat er aus Liebe Gutes an den Menschen getan. Er hat sogar sein Leben gelassen, um das Beste zu geben – Erlösung von der Sündenlast. Jesus ist in seinem Wesen Vorbild für jede Mutter, aber auch für uns alle.
Die Konfirmandin verspricht heute, Gott ihr Leben lang treu zu sein und zu dienen. Das bedeutet nicht, das persönliche Leben aufzugeben. Das Leben soll Freude machen, Ausbildung, Beruf, Familie und Gesundheit sind wichtig. Das darf aber nicht auf Kosten anderer geschehen.
Die Welt ist voll Egoismus. Anderen Gutes zu tun, bedeutet, das Leid anderer zu sehen und nicht daran vorbeizugehen. Für den anderen einspringen, wenn ihm Unrecht geschieht, den Nächsten nicht verurteilen, wenn er Fehler macht. Nicht mitmachen, wenn manche schlecht über den anderen reden, weil dieser irgendwie anders ist, sondern den Nächsten verteidigen und auf die guten Seiten aufmerksam machen.
Das alles soll die Konfirmandin nicht alleine machen. Es wirkt unzumutbar, Konfirmanden mit Aufgaben zu überhäufen, eben auf das zu sehen, was dem anderen zum Guten dient. Gerade beim Eintritt in den Jugendkreis sind viele noch unsicher und schüchtern. Die Situation ist noch neu. Aber dann können die Konfirmanden auch die Gemeinde anfordern, weil ihr ebenfalls die Aufgabe und der Aufruf des Apostels Paulus gilt, zu unterstützen und Vorbild zu sein."
Der Jugendbetreuer, Diakon Dennis, hieß die Konfirmandin in seinem Predigtbeitrag im Kreis der Jugend willkommen und zeugte davon, wie sein Leben mit Gott aussieht.
Diakonin Corinna las einen Brief des Stammapostels vor, der an alle Konfirmandinnen und Konfirmanden gerichtet ist.
Vor der Segensspendung zur Konfirmation sang ein kleiner junger Chor vor dem Altar „Nur mit Jesus will ich leben".
Danach Vorsteher Emde: "So schwungvoll und freudig, wie die jungen Geschwister gesungen haben, kann man mit Jesus leben. Das Leben mit Jesus ist keine traurige Last, sondern voll Energie und Freude.
Du versprichst jetzt, dein Leben lang Gott treu zu sein, Jesus nachzufolgen und dich auf seine Wiederkunft vorzubereiten. Wenn dir das mal zu viel wird, denke daran, was meine Mutter oft sagte, wenn lästige Aufgaben kamen: Tue es mir zuliebe. Dem kann man schlecht widerstehen.
Jesus sagt uns: Tue es aus Liebe zu mir. Dann fällt uns die Nachfolge leicht, lästige Aufgaben sind nicht so schwer."
Die Konfirmandin legte daraufhin das Konfirmationsgelübde ab. Priester Emde spendete ihr danach den Segen des dreieinigen Gottes.
Nach dem Gottesdienst, der durch den gemischten Chor der Gemeinde umrahmt wurde, lud die Familie der Konfirmandin die Gemeinde zum Büfett mit herzhaften und süßen Speisen ein.
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