Ennepetal. "Wer wir sind" - so lautete das Motto der Neuapostolische Kirche, unter dem sie sich im Rahmen der Ennepetaler Nacht der offenen Kirchen vorstellte.
Die Nacht der offenen Kirchen wurde am 22. November 2019 nun zum fünften Mal von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Ennepetal veranstaltet.
Rund 50 Gläubige trafen sich um 17.00 Uhr in der Evangelischen Johannes-Kirche in Voerde. Pfarrer Schulte begrüßte die Anwesenden und entzündete nach einem Gebet die Laterne, die von nun an von Kirche zu Kirche getragen wurde. Zu Beginn eines 30-minütigen gemeinsamen Singens erklang das Lied "Es ist gut, dass du da bist" und zum Abschluss "Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein".
An der nächsten Station begrüßte Pastor Fuchs alle "Pilger" persönlich am Eingang der Katholischen Kirche St. Johann-Baptist, die eine andächtig erleuchtete Kirche mit interessanten Impulsen zum Thema "Wo sich Himmel und Erde begegnen" erlebten. Jeder Teilnehmer durfte eine Karte mit persönlichen Gott-Erlebnissen beschriften.
Von hier aus ging es erstmals in die Neuapostolische Kirche. Die Mitgeschwister erwartete eine warme, hell erleuchtete Gemeinde. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Priester Bernd Packlidat und einer Ansprache durch Bezirksevangelist Markus Woeste, sangen alle aus unserem Gesangbuch "Großer Gott, wir loben dich". Danach bestand die Möglichkeit, sich die Räumlichkeiten anzuschauen und bei einer Tasse Tee oder Kaffee und Gebäck anregende Gespräche zu führen. So erkundigte man sich zum Beispiel nach der Bedeutung unseres Emblems der aufgehenden Sonne, die den anbrechenden neuen Tag der Wiederkunft Jesu Christi symbolisiert. In der Zwischenzeit spielte Luc Packlidat auf dem Klavier. Im Eingangsbereich lagen Flyer und Info-Material über die Neuapostolische Kirche aus. Zum Abschluss sang ein spontan gebildeter Chor "Der Herr ist mein Hirte". Und weil das großen Anklang fand, wünschten sich die ZuhörerInnen eine Zugabe. Mit dem schönen Chorlied "Ich glaube an den Vater" bekannten die Sängerinnen und Sänger ihren Glauben.
Danach pilgerte die Schar weiter zur evangelischen Martin-Luther-Gemeinde. Auch auf den gemeinsamen Wegstrecken ergaben sich sehr schöne, freudige Gespräche. In der Martin-Luther-Gemeinde wartete ein wunderschön beleuchtetes Kirchenschiff. Den Raum erfüllten Klavier- und Saxophonklänge. Taizé-Gesänge, Textlesungen und Fürbitten standen hier im Mittelpunkt.
In der Loherstraße wurden die Teilnehmenden von den Geschwistern der Freien Evangelischen Gemeinde mit einer warmen, köstlichen Brokkolisuppe, wahlweise mit Lachs und Weißbrot, verwöhnt. An Stehtischen konnte man sich stärken und miteinander ins Gespräch kommen. Pastor Schierling informierte die Gläubigen über einige Fakten der Gemeinde. Dabei stellte sich heraus, dass die Gemeinde - ähnlich wie die Neuapostolische Kirche am Ort - bald 125-jähriges Bestehen feiern kann.
Gut gestärkt machte sich die Schar auf den Weg zur Baptisten-Gemeinde in der Harkortstraße. Hier sang und spielte eine Band altbekannte sowie moderne Lobpreis-Songs, deren Texte auf einer Leinwand eingeblendet wurden und mitgesungen werden konnten. Zur letzten Station war es nur noch ein Katzensprung.
Die Katholische Herz-Jesu-Gemeinde lud zum leuchtenden Abschluss dieser wunderbaren Pilgertour. Am Eingang verteilten jugendliche Pfadfinder einen Zettel mit dem Glaubensbekenntnis von Seoul 1990 sowie Teelichter. In der Kirche erleuchteten hunderte von Kerzen wie Strahlen von der Altarmitte ausgehend das Kirchenschiff und versetzten alle Besucher in ehrfürchtiges Staunen. Flötenmusik, Textlesungen und das gemeinsame Verlesen des Glaubensbekenntnisses rundeten die Nacht der offenen Kirchen ab.
Am Ende - gegen 23.30 Uhr - waren sich alle einig, dass es eine sehr gute, gelungene Pilgernacht mit schönen Gesprächen und Erfahrung war, die die Beteiligten als Geschwister im Glauben aus vielen Ennepetaler Gemeinden hat zusammenrücken lassen.
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