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„Ein volles Gotteshaus…“ - Bischof Götte in Ennepetal

 

Ennepetal. Am Sonntag, dem 24. November 2019, besuchte Bischof Ulrich Götte die Gemeinde Ennepetal und führte den Gottesdienst durch.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus der Offenbarung 21,6.7 zugrunde: „Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.“

Zu Beginn seiner Predigt stellte Bischof Götte fest, welche Freude es sei, in ein volles Gotteshaus zu blicken, in eine Gemeinde, die die Gemeinschaft mit Gott sucht;  am Beginn eines Gottesdienstes zu stehen, in dem Gott jedem einzelnen persönlich begegnen möchte.

Bezogen auf das Bibelwort sagte er, er habe nicht vor, alte Geschichten zu erzählen, sondern möchte ganz ausdrücklich von dem Neuen sprechen – dem neuen himmlischen Jerusalem, welches Gott offenbart.

Eine Offenbarung, ein Heilsversprechen an die Durstigen. Das „lebendige Wasser“, von dem im Bibeltext gesprochen wird, steht für das göttliche Leben. Jedem einzelnen schenkt Gott in einer persönlichen Begegnung genau das, was er an lebendigem Wasser gerade braucht. Und doch sollten wir uns fragen, wie durstig wir zu dieser Quelle kommen, wie groß also unser Glaubensverlangen ist. Obwohl Gott uns das „lebendige Wasser“, das Heil umsonst gibt, dürfen wir uns nicht einfach nur damit berieseln und  begießen lassen.

Wir können unseren Durst nach Heil bekunden, indem wir unse­ren Glauben bekennen. Denn mit dem Heilsangebot ist auch die Erwartung Gottes verbunden, dass wir uns durch Überwindung des Bösen als würdige Erben in der ewigen Gemeinschaft erweisen. Erbe bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und mit dem Erbe auch nach außen verantwortungsvoll aufzutreten. Unser Glaubensbekenntnis sollte keine Werbeveranstaltung sein, sondern sich in unseren Taten widerspiegeln, indem wir mit Freude und Entschlossenheit nach unserem Glauben handeln.

Predigtbeitrag in tamilischer Sprache

Über eine Ennepetaler Besonderheit freute sich Bischof Götte an diesem Sonntag besonders. An einem Sonntag im Monat wird für die tamilischen Mitglieder der Gemeinde die Predigt von Diakon Sri Menges aus Wuppertal in tamilischer Sprache ergänzt.

Diakon Menges berichtete, wie er vor 35 Jahren mit Hilfe von Bischof Götte bei einer Jugendfreizeit seinen leiblichen Hunger mit Bratwürstchen stillen konnte und – was noch viel wichtiger war - einen Weg gezeigt bekommen hat, auf dem auch die Seele satt wird.

So wie Gott in dieser langen Verbindung zwischen den beiden  gewirkt hat, so geht er mit jedem einzelnen vom Anfang bis zum Ende mit. Das lebendige Wasser ist immer da, wir bekommen es umsonst, jedoch sollte uns stets klar sein, dass wir zu dieser Quelle selbst gehen müssen. Und so wie die Bewegung des Wassers für die Frische entscheidend ist, so ist unsere Bewegung zur Quelle des Heils entscheidend für die Lebendigkeit unseres Glaubens, denn in einem stehenden Gewässer findet sich irgendwann kein Leben mehr.

Nach der Feier von Sündenvergebung und Heiligem Abendmahl beendete Bischof Götte mit Gebet und Segen den Gottesdienst.

Bereits zum folgenden Gottesdienst am Mittwoch, dem 27. November 2019, freuten sich die Gemeindemitglieder über den Besuch von Bischof Karl-Erich Makulla.

24. November 2019
Text: Elena König
Fotos: Beatrix Opitz

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