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Letzter Gottesdienst von Bischof Bruns im Bezirk Ruhr-Süd

 

Wetter. Am Sonntag, dem 8. Februar 2026, feierte Bischof Manfred Bruns seinen letzten Gottesdienst im Bezirk Ruhr-Süd vor seinem Ruhestand. In die Wetteraner Kirche waren auch die Gemeinde Wetter-Wengern und alle Vorsteher des Bezirks eingeladen.

Das hiesige Gemeindeorchester stimmte die Gemeinde auf den Gottesdienst ein.

Bischof Bruns begann den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Matthäus 5,37: "Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen."

Bischof Bruns bezog sich zu Beginn der Predigt auf das vorgetragene Chorlied "Herr mach meine Seele wahrhaftig und treu". Der Chor bäte Gott, ihn bei allen Fehlern zu begleiten und würdig zu werden. Das sei ein sehr frommer Wunsch. Der Bischof erinnerte auch an den Gottesdienst des Stammapostelhelfers Helge Mutschler in der vergangenen Woche, der per IPTV in die Gemeinden übertragen wurde. Jesus habe nie den großen und vorbildlichsten Glauben verlangt. Es reiche ein Glaube wie ein Senfkorn.

Das vorgelesene Bibelwort entstammt der Bergpredigt und ist damit ein Wort Jesu. Gott sagt zu einem jeden Menschen "Ja" - nicht weil der  Mensch den größten Glauben oder den vorbildlichsten Lebenswandel hat, sondern weil Gott an ihn glaubt. Gott bekräftigt sein "Ja" in den Sakramenten wie der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung.

An die Gemeinde gerichtet, betonte Bischof Bruns, dass man auch seinerseits zu seinem Wort stehen und die Wahrheit sagen muss. Die Gemeinde steht bewusst zu den Glaubensartikeln und den Geboten. Sie sagt "Ja" zu Gott und "Nein" zum Bösen.

Predigtzugaben

Evangelist Peter Hansch wies in seiner Predigtzugabe darauf hin, dass es den Christen anzumerken sein muss, dass sie Gottes Kinder sind. Es gäbe Menschen, die würden extrem viel erzählen. Da wäre ein "Ja" möglicherweise ein "Nein" oder es sei nicht so einfach zu differenzieren. Jeder Mensch kann mit seinem noch so kleinen, zerbrochenen oder zweifelnden Glauben mithilfe Gottes Bäume versetzen. Man müsse nur seinen gesamten Glauben zusammennehmen.

Bezirksevangelist Markus Woeste erzählte die Geschichte einer Familie, in der die Eltern ihr Kind mit dem Zug zur Oma in die Ferien schickten. Der Vater drückte dem Kind einen Zettel in die Hand, den es lesen sollte, wenn es Angst, Sorge oder Verzweiflung verspürt. Als schließlich der Moment kam, las das Kind auf dem Zettel, dass es sich in den letzten Wagen begeben sollte. Dort würde der Vater auf es warten.

Der Bischof hat der Gemeinde heute auch einen Zettel mitgegeben, so der Bezirksvorsteher. Auf diesem steht, dass Jesus im letzten Wagen auf dich wartet. Gott begleitet den Menschen auf seinem Lebensweg und wartet darauf, dass man zu ihm kommt. Sein "Ja" zu den Menschen ist unverrückbar und gilt auch heute noch. Die Antwort des Menschen darauf könne nur die Liebe zu Gott sein!

Damit endete der Predigtteil. Die Gemeinde feierte das Heilige Abendmahl und Bischof Bruns beendete den Gottesdienst mit dem Schlussgebet und -segen.

Die Gemeinde hatte nun die Gelegenheit, sich von dem Bischof zu verabschieden und ihm alles Gute für seinen zukünftigen Lebensweg zu wünschen.

14. Februar 2026
Text: Katja Wawrzyn
Fotos: Katja Wawrzyn, Sven Reichart

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