Wetter. Am Sonntag, dem 16. November 2025, besuchte Bezirksapostel Stefan Pöschel die neuapostolische Kirchengemeinde und führte einen Gottesdienst mit vielen Handlungen durch.
Der Besuch des Bezirksapostels in der Gemeinde warf schon seit einigen Wochen seine Schatten voraus. Mit einem Wechsel in der Gemeindeleitung stand eine große Veränderung an. Viele Gäste wurden erwartet.
Der Gottesdienst wurde via IPTV zu den erkrankten Gemeindemitgliedern und in die Gemeinde Witten übertragen. Zur Einstimmung auf den Gottesdienst spielte ein Teil des Gemeindeorchesters bestehend aus Klavier, Cello und verschiedenen Blockflöten.
Der Bezirksapostel eröffnete die Predigt mit dem Bibelwort Epheser 3, 14.17: "Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid." Anschließend trug der Chor begleitet von Orgel und Tenorblockflöte das Lied "Jesus will dir heut' begegnen" vor.
Bezirksapostel Pöschel bezog sich auf das Chorlied, der Einladung, Jesus zu folgen und dazu bewusst "Ja" zu sagen. "Jesus hat alles für dich vorbereitet und hat auf dich gewartet, damit du einen besonderen Gottesdienst erleben kannst und er dir Freude schenkt!", so der Bezirksapostel. Er fragte die Gemeinde, was für jeden Einzelnen der Glaube bedeute. Die Amtsträger seien nicht die "Herren" über den Glauben der Gemeinde. Das Verhältnis von den Geistlichen zur Gemeinde dürfe nicht von "oben herab" sein, sondern solle auf gleicher Höhe stattfinden. Sie wären nicht diejenigen, die sagen sollten, was ein jeder tun dürfe und was nicht. Es gäbe keinen strafenden Gott, sondern einen, der jeden Einzelnen lieben würde. Die Geistlichen der Kirche sollten dabei helfen, Freude für den Glauben zu finden.
Die Freude käme nicht hauptsächlich aus irdischen Ereignissen, sondern daher, sich bewusst zu machen, einen christlichen Glauben zu haben. Die Amtsträger verkünden das Wort Gottes und erinnern die Gemeinde daran, sich darüber freuen zu können, einen tiefen Glauben zu besitzen. Die Evangelien wären eine große Quelle der Freude, aber dafür müsse ein gewisser Aufwand getrieben werden, um sie zu lesen. Ein Jeder könne immer wieder einmal eine kleine Stelle lesen. Der große Gott, der alles geschaffen hat: die Welt, Himmel und Erde, Licht und Dunkelheit; der alles weiß - dieser sorge sich um einen jeden Menschen.
Gott habe Jesus gesandt, seinen Sohn, damit er Mensch werde. Er musste laufen und essen lernen und das alles tat er nur für das Wohl der Menschen. Er war der erste Mensch, der das Böse überwinden konnte. Jesus wäre auch nach dem Tod nicht sofort zu seinem Vater gegangen, sondern er wäre geblieben, habe die Menschen im Glauben unterrichtet und von seinem Vater erzählt. Das alles würden die Evangelien berichten und für uns einen großen Reichtum darstellen. Ein Jeder müsse das als großen Wert schätzen!
Die Menschen neigten dazu, das Evangelium nicht mehr als Ganzes anzunehmen, sondern sich nur die Dinge herauszusuchen, die in ihre Lebensform passten. Gott nachzufolgen, hieße, sich auf ihn voll und ganz einzulassen. Sein Leben danach auszurichten, die Liebe Jesus anzunehmen, zu erwidern, die Liebe zum Nächsten zu schenken und seinen Glauben tief im eigenen Leben zu verwurzeln. Die Liebe Gottes würde nicht nur für einen selbst gelten, sondern auch für jeden Nächsten. Das müsse sich auch auf die Arbeit in der Gemeinde und im eigenen Leben auswirken. Man müsse permanent an sich arbeiten. Man dürfe sich nicht auf dem falschen Gedanken ausruhen, dass jeder auf jeden Fall später bei Gott sein könne - es müsse eine Herzensangelegenheit sein, danach zu streben!
Die Welt suche oft nach einem Grund für das Leid und das Unglück. Man würde nach einem Schuldigen suchen, um mit der Furcht besser umgehen zu können. Schuld wären meistens die, zu denen man ein distanziertes Verhältnis hat, die einem fremd wären oder eben anders. Man müsse die Liebe hoch halten und aus dem Glauben heraus die Dinge bewerten, die einem passieren. Das Bibelwort bedeute: "Ich wünsche euch, dass Christus in euren Herzen wohnt und dabei hilft, die Liebe zu empfinden, die er für euch hat". Das wäre die Aufgabe der gesamten Gemeinde!
Der Vorsteher der Gemeinde, Evangelist Neubauer, und Apostel Zisowski gaben eine Predigtzugabe. Der Gemeindechor umrahmte die Beiträge. Anschließend sang die Gemeinde das Bußlied und betete das Vaterunser. Bezirksapostel Pöschel verkündigte die Freisprache von den Sünden.
Heilige Versiegelung, Heiliges Abendmahl für die Entschlafenen
Zur Vorbereitung auf die Heilige Versiegelung der beiden Kinder Leo Schauerte und Philipa Malie Rüger trug der Chor in Begleitung des Klaviers das Lied "Ins Wasser fällt ein Stein" vor. Bezirksapostel Pöschel spendete den Kindern anschließend die Gabe des Heiligen Geist. Nach der Feier des Heiligen Abenmahles für die Gemeinde stimmte ein Quintett bestehend aus Freddy, Isabella und Tatjana Rex, Sascha Gettkandt und Katja Wawrzyn sowie Florian Wawrzyn am Klavier mit "Amazing Grace" auf das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen ein. Das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen nahmen stellvertretend Bischof Bruns und Evangelist Eberle entgegen.
Ruhesetzung und Beauftragung
Zur Vorbereitung der Ruhesetzung des Evangelisten Michael Neubauer und der Beauftragung von Priester Sven Reichart als neuen Vorsteher der Gemeinde sang der Chor "Gott dir sei Dank".
Bezirksapostel Pöschel fasste Evangelist Neubauers Zeit als Vorsteher damit zusammen, dass ihm der Frieden in der Gemeinde immer am Wichtigsten war. Er habe die Gemeinde nicht "konserviert", sondern daran gearbeitet, die Gemeinde im Glauben voranzubringen. Der Frieden habe den Ämterkreis und das Gemeindegremium besonders geprägt. Evangelist Neubauer habe um die Findung der Wahrheit gerungen und freudig seine Arbeit getan. Der Evangelist hätte einen großen Optimismus ausgestrahlt, dass Gemeinde nicht gezwungener Maßen schrumpfen müsse, sondern auch wachsen könne. Heute würde man eine lebendige Gemeinde vorfinden.
Der Bezirksapostel dankte Evangelist Neubauer für seine Mühe, seine Geduld und seinen Fleiß. Er dankte ihm für das Ringen um die Wahrheit und um das Aushalten gewisser Situationen. Auch dessen Ehefrau Dorothea dankte er besonders. Anschließend versetzte Bezirksapostel Pöschel den Evangelisten in den Ruhestand.
Im Anschluss beauftragte Bezirksapostel Pöschel Priester Sven Reichart (Witten) als neuen Vorsteher der Gemeinde Wetter. Der Bezirksapostel vertraue ihm nun eine lebendige Gemeinde an. Er bat ihn, jeden in der Gemeinde zu sehen, vom Kleinsten bis hin zu den kranken Geschwistern. Er sei nun besonders für die Seelsorge und die Geistlichen der Gemeinde und deren Familien zuständig. Er solle besonders auf die Kinder, die Jugend, die Familien und die Alleinlebenden achten. Priester Reichart solle auch auf Knien der Gemeinde dienen und um neue Amtsgaben bitten - das wäre eine wichtige Aufgabe!
Glückwünsche
Zum Abschluss des Gottesdienst sang die große Gemeinde das Lieblingslied des Vorstehers Neubauer "Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen". Anschließend dankte Diakon Florian Wawrzyn im Namen der Gemeinde dem scheidenden Vorsteher. Katja Wawrzyn überreichte ihm ein dickes Buch, welches Fotos aus allen Bereichen der Gemeinde und seiner gesamten Amtszeit als Vorsteher beinhaltete. Seine Frau Dorothea bekam Blumen. Der neue Vorsteher Sven Reichart und seine Familie wurden von der Gemeinde herzlich empfangen.
Freudig und mit ausgelassener Stimmung endete damit ein besondere Gottesdienst.
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