Wetter. Am Sonntag, dem 15. März 2026, empfingen Ursula und Hans-Ulrich Struck in der Gemeinde Wetter den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit.
Das hiesige Gemeindeorchester spielte vor dem Festgottesdienst und stimmte die Gemeinde ein.
Bezirksevangelist Frank Schauerte begann um 10.00 Uhr den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Johannes 13, 5: "Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war."
Der Bezirksevangelist erklärte der Gemeinde, dass Gott so viel Gutes an einem Jedem getan hätte. Damit bezog er sich auf das davor vorgetragene Chorlied "Ich danke dir, Gott". Ein jeder der Anwesenden könnte bestätigen, wie oft Gott geholfen hätte, in Situationen, wo man nicht gewusst hätte, wie es weitergeht. Danach ging Bezirksvangelist Schauerte auf das Eingangslied der Gemeinde "Im Dienste Jesu stehen" ein. Schauerte berichtete der Gemeinde, wie oft das Jubelpaar bereits im Dienste der Gemeinde gestanden hätte - Hans-Ulrich Struck als ehemaliger Priester und Ursula Struck in so vielen anderen Diensten.
Anschließend erzählte der Bezirksevangelist aus der Situation, von der die Bibelstelle berichtete. Jesus hatte sich erniedrigt, also "klein" gemacht, um den Jüngern die Füße zu waschen. Und das, obwohl er wusste, dass die Kreuzigung bald bevor stand. Er hatte nie über die Menschen geherrscht, sondern ihnen gedient. Er hatte geholfen und war für die Hilfesuchenden da. Er hatte den Jüngern die Füße gewaschen, allen, auch Judas, obwohl er wusste, dass er ihn verraten würde, was zur Kreuzigung führte. Jesus hatte sich auch um die Menschen gekümmert, die von dem Umfeld ausgestoßen wurden. Er hatte alle Menschen gleich behandelt und niemanden zurückgewiesen. Jeder dürfe zu ihm kommen und jeder bekäme die Erlösung.
Ein Jeder solle sich fragen, ob auch er bereit wäre zu dienen, wie es Jesus getan hatte. Es wäre wie in einer Familie: Die Eltern wären aus Liebe zu ihren Kindern da, kompromisslos und ohne Erwartung. Das solle man auch in der Arbeit Gottes tun - dienen ohne Gegenerwartung. Jesus hat den Menschen gedient und so solle man auch etwas für ihn tun und dankbar für sein Opfer sein.
Wenn man Liebe praktizieren würde, Dankbarkeit zeigen und Gott die Ehre gäbe, dann könne man mit Gott über Mauern springen - egal in welcher Notlage man sich befände. Auch wenn man nicht verstehen würde, warum etwas passiert und man auch daran verzweifeln würde, so solle man Gott vertrauen. Bezirksevangelist Schauerte verwies wieder auf Jesus. Er musste sich auch auf die Worte Gottes verlassen, dass er es schaffen wird, was bevor stand und er hat es geschafft! Damit wäre er ein großes Vorbild für die Menschheit! Manchmal wusste Jesus auch gar nicht, was passieren oder wie Gott helfen würde und dennoch hätte er Dankbarkeit gezeigt für die Hilfe, die kommen wird. Ein Jeder solle in der kommenden Zeit intensiv ins Gebet mit Gott gehen, um ihn zu erleben. Die Gemeinde müsse auch füreinander einstehen und für den Anderen beten.
Priester Sven Reichart, der Vorsteher der Gemeinde, erklärte der Gemeinde in seiner Predigtzugabe, dass man das auch auf eine Ehe übertragen könne. Es würde selten jemand morgens aus dem Bett aufstehen und sich Gedanken machen, was man seinem Partner oder seiner Partnerin Gutes tun könne. Aber genau das solle man machen. Genauso solle man sich in seinen Handlungen hinterfragen, ob es zur Partnerschaft beitragen würde. Das Gleiche könne man auf die Gemeinde übertragen: Jesus hatte eine klare Vorstellung davon, wie die Gemeinde der Zukunft ohne ihn aussehen würde. Die Gemeinde müsse sich auf "Augenhöhe" begegnen. Sobald jemand sich über den Anderen erheben würde, sei es weil man denkt, er würde aus einem besseren sozialem Stand kommen, vieles besser wissen oder wichtigere Aufgaben haben als die Anderen, dann würde automatisch viel Unfrieden in die Gemeinde kommen. Und so wäre das auch in der Familie. Es dürfe sich keiner "herausheben" und sich über die Anderen stellen, sondern der Familie dienen. Dann würde man auch wie das Jubelpaar 50 Jahre Ehe gut schaffen können. Man müsse wissen, was man an dem Anderen Gutes hat und ihn auf Augenhöhe und mit Respekt behandeln. Gott helfe jedem, der sich bemühen würde und bereit wäre zu dienen.
Die Gemeinde feierte anschließend das Heilige Abendmahl. Danach sang die Gemeinde das Lied "Wir stehn' vor deinem Angesicht". Bezirksevangelist Schauerte erklärte dem Jubelpaar, dass sie bereits mehrfach den Segen Gottes bekommen hätten - zur Konfirmation, zur Hochzeit, zur Silberhochzeit und zur Rubinhochzeit. Heute bekämen sie einen neuen Segen, welcher die Früheren nicht aufheben würde, sondern noch verstärke. Der Bezirksevangelist bedankte sich bei den beiden für die vielen unzähligen Dienste, die sie in der Gemeinde getan hätten und auch noch tun. Sie hätten Gott auch nie nach einer Gegenleistung gefragt, sondern einfach gedient. Wenn die Gemeinde gefragt hätte, hätten sie immer sofort geholfen. Der Bezirksevangelist erklärte, sie würden ein goldenes Glaubenshaus besitzen und darin wären von ihnen folgende Zimmer eingebaut worden: Das erste Zimmer wäre das Zimmer des kindlichen Glaubens, das zweite das für die Liebe zueinander. Sie hatten ihm gesagt, dass die Liebe zueinander nie weniger geworden wäre, sondern im Gegensatz mehr. Das dritte Zimmer wäre das Familienzimmer. Sie wären ein Halt für ihre Kinder und Enkel. Das vierte Zimmer wäre die Treue zueinander. Das Fünfte sei das Zimmer der Dankbarkeit.
Der Bezirksevangelist gab dem Jubelpaar zu ihrer Goldhochzeit das Bibelwort aus Psalm 16; 7,8, 9 und 11: "Ich lobe den Herrn, der mich beraten hat. Ich habe den Herrn allzeit vor Augen, steht er mir zu meiner Rechten, so werde ich nicht wanken. Darum freut sich mein Herz und meine Seele ist fröhlich. Du tust mir kund den Weg zum Leben: Von dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich." Die Worte würden das widerspiegeln, was sie mit Gott erlebt hätten und noch erleben würden. Die göttliche Fülle sei unermesslich. Das hätten sie mit seiner Gnade und seiner Hilfe in der Familie oder dem Dienst in der Gemeinde bereits oftmals erlebt. Auch hätten sie Gott in den 50 Jahren Ehe immer vor Augen gehabt. Sie hätten sich immer erst gefragt: "Was hätte Gott getan?". Sie hätten gebetet und Gott um Wegweisung und Hilfe gefragt. Sie hätten in der Vergangenheit nie gewankt. Sie hätten vertraut und geglaubt. Sie freuten sich, weil Gott auf ihrer Seite wäre. Sie wüssten, dass Gott auch in Zukunft immer an ihrer Seite bliebe. Mit diesen Worten empfingen sie den Segen zur goldenen Hochzeit. Danach sang der Gemeindechor dem Paar das gewünschte Lied "Dem, der die Liebe ist". Mit dem Schlusssegen endete der Gottesdienst und der Chor sang dem Jubelpaar das Chorlied: "Wer unter dem Schirm". Nun konnten die Gemeinde und die vielen Gäste dem Jubelpaar gratulieren.
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