Ruhr-Süd/Bochum-Mitte. Vor 30 Jahren komponierte Friedhelm Deis anlässlich des 100jährigen Bestehens der Gemeinde Bochum-Mitte das Oratorium „Der Tempel Gottes“. Aus diesem Anlass fand am 12. Juli 2026 in der Kirche an der Bergstraße 75a ein Konzert statt, bei dem Chor und Orchester sowohl bekannte als auch selten aufgeführte Werke des Komponisten zu Gehör brachten.
Trotz der hochsommerlichen Temperaturen waren viele Zuhörer – größtenteils aus den Gemeinden des ehemaligen Bezirkes Bochum – nach Bochum-Mitte gekommen. Die musikalische Gesamtleitung des Projektes lag bei Fabian Reichart, die Chorleitung bei Kai Schüßler. Manuel Körber-Bilgard setzte mit seiner Orgelbegleitung und der Solopartie im Orgelkonzert starke Akzente.
Apostel Thorsten Zisowski begrüßte die Konzertbesucher und las Auszüge aus dem Lebenslauf von Friedhelm Deis vor. Er würdigte Deis‘ Einsatz und seine Arbeit als Musiker, Dirigent, Komponist, Lehrer und Musikschulleiter. Außerdem erwähnte er den erheblichen Anteil, den Marianne Alteheld-Naß an der Entstehung des Oratoriums „Der Tempel Gottes“, aber auch schon zuvor an der Kantate „Ich will singen von der Gnade“ hatte.
Anschließend wurde ein kurzer Film gezeigt, in dem neben einem Interview mit Hans-Wilhelm Chilinski – einem ehemaligen Orgelschüler von Friedhelm Deis – Bilder aus dem Leben des Musikers und außerdem ein kurzer Filmausschnitt von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an ihn zu sehen waren.
Den musikalischen Anfang des Konzertes machte der Chor mit zwei Stücken aus der Kantate „Ich will singen von der Gnade“, danach erklang der Schlusssatz der Kantate "ich will singen von der Gnade des Herrn" mit Chor und Orchester. Es folgten Auszüge aus Choralsinfonie, Orgelkonzert, Weihnachtskantate und natürlich aus dem Oratorium „Der Tempel Gottes“.
Nach dem letzten Stück des Konzertes, der Fuge „Wir wissen aber“ (Nr. 12 aus dem Oratorium), die bei fast allen bisherigen zwanzig Aufführungen vom „Tempel Gottes“ als Zugabe präsentiert wurde, gab es reichen Applaus.
Aufgrund der hohen Temperaturen wurde dieses Mal auf eine Zugabe verzichtet.
F. Deis stellt die neue Orgel von BoMI vor - Name in Notenschrift - F. Deis Anfang der 50er Jahre an der Orgel in BoMi
21. Juli 2026
Text:
Heike Schüßler
Fotos:
Archiv NAK,
Dirk Schüßler
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