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Drei "Schichten" am 3. Advent in Schwelm

 

Schwelm. Am 3. Adventssonntag, dem 14. Dezember 2025, war in der Neuapostolischen Kirche etwas mehr Stehvermögen angesagt. Drei Programmteile zogen sich vom Morgen bis über die Mittagsstunden hin.

Zuerst hielt der Gemeindevorsteher, Priester Dirk Emde, den Gottesdienst mit der Grundlage aus Johannes 3,30: „Er (Jesus Christus) muss wachsen, ich (Johannes der Täufer) aber muss abnehmen.“ Wenn Jesus unser Leben bestimmt, nimmt das in uns ab, was dem Willen Gottes widerspricht. So gestaltet sich unsere Erneuerung in Christus. Diakon Benjamin Wendt erwähnte in einer Predigtzugabe, dass schon im Alltag häufig das Denken aufgegeben werden sollte: „Das haben wir immer schon so gemacht.“ Der Gottesdienst mit Abendmahlsfeier wurde durch Chorgesang und Instrumentalmusik umrahmt.

Weihnachtsfeier

Danach fand die jährliche Weihnachtsfeier für Gemeinde und Gäste statt. Priester Dennis Stahl moderierte diese Stunde. Ein Musikstück brachte die Anwesenden in Multimedia-Art über den Bildschirm in Weihnachtsstimmung. Lustige und humorvolle Weihnachtsanekdoten kamen zu Gehör. Die Geschichte vom fehlenden Lametta, das durch Sauerkraut ersetzt wurde, kam sogar in Reimform zum Vortrag. Wie der Zufall es will, wurde hierin für das Silvestermenü ausgerechnet Sauerkraut gewünscht, das vom Baum wieder präpariert zurückverwandelt werden musste.

Lebhaft witzig gestaltete sich auch der Blick zurück auf Zeiten und Orte, als man zur Weihnachtszeit noch mit den Tücken der Schneemengen zu kämpfen hatte.

Die bayrische Weihnachtsgeschichte brachte ebenfalls etliche Lacher hervor, in der in Ermangelung von intakten Krippenfiguren kurzerhand Ersatz gefunden wurde: Brontosaurier, Nilpferd, Asterix, Donald Duck, der „heilige“ Batman und andere. Jedoch kamen durch einige Senioren auch besinnliche Gedanken zur Geltung.

Die Organistin sorgte mit dem Gemeindevorsteher, der die Violine spielte, für feierliche Stimmung. Dabei war unter anderem auch die Gemeinde zum Mitsingen aufgefordert: Mit der Melodie von „O Tannenbaum“ wurden „für Eilige“ alle möglichen Fragmente aus vielen anderen Weihnachtsliedern eingebaut. Der Humor hatte auch hier wieder die Überhand.  

Natalie aus dem Jugendkreis veranstaltete ein kleines Weihnachtsquiz für zwei Dreiergruppen. Danach sollten durch Wassergurgeln im Mund Melodien ausgedrückt und von der jeweils anderen Gruppe das passende Weihnachtslied erraten werden. Die gewonnenen Preise kommen wieder der Gemeinde zugute: Die Gruppenmitglieder „dürfen“ für das kommende Gemeindefest bzw. für die nächste Adventszeit mitgestalten und organisieren.

Der Golden Retriever Teddy, als „Rentier Rudolph“ gestaltet, brachte zum Schluss die Geschenke herein. Kinder hatten Sterne als Teelichthalter gebastelt, die den Gemeindemitgliedern überreicht wurden. Alle anwesenden Kinder erhielten ebenfalls ihre Geschenke.

Nach der Weihnachtsfeier hatten sich alle den gemütlichen dritten Teil endlich verdient und begaben sich in die unteren Räumlichkeiten der Kirche. Von der Uhrzeit her war es tatsächlich kein Brunch mehr sondern ein weihnachtliches Mittagessen. Viele Gemeindemitglieder hatten deftige und süße Speisen vorbereitet, die zusammen mit Kalt- und Heißgetränken zu sich genommen wurden. Mit den Aufräumarbeiten wurde es nach 14 Uhr, bis die letzten sich etwas erschöpft, aber auch glücklich nach Hause begaben.   

12. Januar 2026
Text: Rainer Duddek
Fotos: Rainer Sonnenburg

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