Ennepetal. Am Sonntag, dem 22. Juni 2025, versetzte Apostel Thorsten Zisowski den Ennepetaler Gemeindevorsteher Harald Lücke in den Ruhestand und beauftragte mit Priester Martin Wendt einen neuen Vorsteher für die Gemeinde.
Als Apostel Thorsten Zisowski in Begleitung von Bischof Manfred Bruns den Gottesdienst begann, waren fast alle Sitzplätze besetzt. Das Bibelwort aus 1. Timotheus 3, 14 und 15 diente als Grundlage für diesen Gottesdienst: "Dies schreibe ich dir und hoffe, bald zu dir zu kommen; wenn ich aber erst später komme, sollst du wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit." Schwerpunkte der Predigt des Apostels waren die Wahrheit und der lebendige, tätige Glaube.
Nicht alles, was wir heute hören und lesen, entspricht der Wahrheit. "Fake-News", so der Apostel, sei ein Wort, das vor einigen Jahren noch völlig unbekannt war, heute aber täglich die Runde macht. Schon zu Jesu Zeiten stellte Pilatus die markante Frage: "Was ist Wahrheit?" Jesus Christus hatte bereits zuvor eine klare Antwort gegeben: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Johannes 14, 6). Der Heilige Geist als Geist der Wahrheit führt in die göttliche Wahrheit (Johannes 16, 13).
Weiterhin nannte Apostel Zisowski vier Eckpunkte des Glaubens: Gott liebt alle Menschen und will sie erretten. Der Opfertod Jesu Christi ermöglicht den Menschen die Erlösung von der Sünde. Jesus Christus begleitet dich täglich. Seine Wiederkunft steht kurz bevor.
Letzter Predigtbeitrag
In seinem letzten Predigtbeitrag ging Vorsteher Harald Lücke ebenfalls auf die Wahrheit ein. Er zitierte den chinesischen Philosophen Lao-Tse mit den Worten: "Wahre Worte sind nicht immer schön. Schöne Worte sind nicht immer wahr." Für unseren Glaubensalltag gilt: Meiden wir Schein- und Halbwahrheiten. Die Wahrheit, die uns beflügeln soll, ist die Tatsache: Jesus kommt wieder! Bist du dafür bereit?
Priester Lücke empfing seinen ersten Amtsauftrag vor fast 40 Jahren und war seitdem auf fast allen kirchlichen Arbeitsfeldern tätig. Demzufolge gab er der Gemeinde den abschließenden Rat aus Psalm 40, 8 mit: "Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen."
Einen weiteren Predigtbeitrag übernahm Bischof Manfred Bruns.
Ruhesetzung, Beauftragung und Ordination
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Inruhesetzung des bisherigen Gemeindevorstehers Harald Lücke, den Apostel Thorsten Zisowski als "einen guten Freund und einen Mitarbeiter Gottes" bezeichnete, der auch zwei- und dreimal am Tag, wenn es erforderlich war, von seinem Zuhause in Hattingen nach Gevelsberg und Ennepetal gefahren sei, "und der lange an meiner Seite gestanden hat", so die zusammenfassenden Worte des Apostels. Priester Lücke war knapp 2 Jahre Vorsteher der Gemeinde Ennepetal. Zuvor hatte er seit April 2016 der Gemeinde Gevelsberg vorgestanden, die im Juli 2023 mit der Gemeinde Ennepetal fusioniert wurde.
Priester Martin Wendt aus der Gemeinde Schwelm wurde als neuer Gemeindevorsteher für Ennepetal beauftragt. Zugleich ordinierte der Apostel den Diakon Dennis Stahl als Priester für die Gemeinde Schwelm.
Bunter Gemeinde- und Männerchorgesang, Orgel- und Klaviermusik, eine „Laudatio“ auf den scheidenden Vorsteher, vorgetragen von Diakon in Ruhe Werner Jurga, sowie prächtige Blumengebinde und Präsente umrahmten diesen Festgottesdienst.
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