Ruhr-Süd/Wetter. In der Neuapostolischen Kirche Wetter feierte die Gemeinde am 17. November 2024 mit allen Handicapped des Bezirks Ruhr-Süd einen inklusiven Gottesdienst.
Für den inklusiven Gottesdienst hatten die Kinder der Gemeinde aufwendig den Altar dekoriert. Auf dem Altar standen bunte Blumen und viele verschiedenfarbige und verschiedengroße Puppen aufgereiht. Sie sollten diese besondere Gemeinschaft an diesem Tag widerspiegeln. Auch fand man einen Strauch voller Äste, an denen Herzen mit verschiedenen Gruppen von Menschen hingen, die die Barmherzigkeit Gottes verbildlichen sollten.
Ein anderes Kind hatte eine "Lebenswaage" aufgestellt, um "Gottes Gericht" - das Thema der Predigt - darzustellen. Ganz links am Altar stand ein "Lebensbuch". An dem war eine Karte gelehnt, auf der geschrieben stand: "Was wird in deinem Lebensbuch stehen?" Als Absender der Karte war Gott angegeben.
Die Kinder der Gemeinde begrüßten alle Gäste und Gemeindemitglieder. Währenddessen spielte ein Teil des örtlichen Gemeindeorchesters mit Klavier, Geige und Blockflöte, um auf den Gottesdienst einzustimmen.
Um 10.00 Uhr begann der Gottesdienst, den Priester Jörg Libuda (Bochum-Mitte) in einfacher Sprache mit dem Bibelwort aus 2. Korinther 5,10 hielt: ,,Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dass ein jeder empfange nach dem, was er getan hat im Leib, es sei gut oder böse."
Einladung an alle
"Gott hat alle zu diesem besonderen Gottesdienst heute Morgen eingeladen", so Priester Libuda. Er ging zu Beginn seiner Predigt auf die Reihe der aufgestellten Figuren ein. Sie seien rot, gelb, grün, groß, klein, stehend, sitzend. Sie wären alle unterschiedlich und vielfältig. So wären auch alle Gottesdienstteilnehmer. Alle wären unterschiedlich gekleidet. Auch wäre ein jeder mit unterschiedlicher Einstellung und Stimmung gekommen. Die einen wären fröhlich zum Gottesdienst gegangen und manche vielleicht traurig und voller Sorgen. Sie sollten um die Begleitung Gottes beten.
Gottnah und Gottfern
Priester Libuda erklärte, dass alle Menschen Sünder sind. Gott wünscht sich trotzdem alle Menschen um sich. Dafür müssen sich aber die Sünder versuchen zu ändern. Es gibt viele Menschen, die weit weg von Gott sind. Christen sollen dafür Sorge tragen, ihnen von Gott zu erzählen. Ein jeder Mensch hat die Chance, zu Gott zu kommen. Zwar kann keiner sündenlos wie Gottes Sohn werden, aber ein jeder soll versuchen, danach zu streben. Gott entscheidet, wer von ihm angenommen wird und in sein Reich gelangt.
Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Gemeindechor begleitet. Nach dem Gottesdienst verteilten die Kinder der Gemeinde Schlüsselanhänger an alle Gottesdienstteilnehmer. Im Anschluss daran lud die Gemeinde zu Kaffee, Kuchen und Würstchen ein.
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