Bochum-Ost. Große Freude herrschte in Bochum-Ost, als am Mittwoch, den 5. Juni 2024 ,Apostel Stefan Pöschel mit der Gemeinde den Abendgottesdienst feierte.
Zu Beginn des Gottesdienstes beglückwünschte der Apostel die Gemeinde zu ihrem 125-jährigen Jubiläum und wünschte viel Stärkung und Freude nach innen und Bekenntnis nach außen: "Mögen wir doch auch - wo es möglich ist - von Jesus zu sprechen und sagen „Komm und sieh, Gott hat dich lieb und es gibt einen Weg zu ihm in die ewige Gemeinschaft.“
Danach ging der Apostel auf das Bibelwort für diesen Gottesdienst ein: "Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Völkern: Der HERR hat Großes an ihnen getan!" (Psalm 126,1.2)
Dr. Martin Luther benutzte in seiner Übersetzung die Zukunftsform. Andere fremdsprachliche Übersetzungen nutzen hingegen die Vergangenheitsform, was historisch gesehen korrekt ist. Denn das Lied bezog sich auf die Rückkehr des Volkes Israel aus dem Exil in Babylon, die eine große Freude auslöste. Diese Begeisterung stellte der Psalmist in den Mittelpunkt und nicht das Leid, das vorher war. Was stellen wir in den Mittelpunkt, fragte der Apostel, das Leid, die Prüfungen oder die Freude und Dankbarkeit über Gottes Wirken?
Das Sichtbarwerden des Wirken Gottes war oft ein wichtiger Wendepunkt für das Volk Israel. Es wurde deutlich, Gott hilft, Gott beschützt sein Volk, Gott macht, was er sich vorgenommen hat. So wie bei dem Auszug aus Ägypten, der Rückkehr aus Babylon, der Ankunft des Sohnes Gottes, Jesus Christus. Alle diese Wendepunkte hatten etwas gemeinsam: Es ging den Menschen nicht unbedingt schlecht, viele hatten sich in ihrer Situation eingerichtet und erwarteten nicht die Erfüllung der vorausgesagten Hilfe Gottes.
Auch uns wurde von Jesus ein wichtiger Wendepunkt vorausgesagt, nämlich seine Wiederkunft. Und wie ist die Situation heute? Kein äußerer Druck, viele haben sich eingerichtet in ihrer Situation. Die Herausforderung ist - und da kommt Luthers Zukunftsform wieder ins Spiel - die Verheißung wach zu halten und darauf zu bauen, dass Gott das tun wird, was er sagt. Unsere Aufgabe ist es, uns darauf vorzubereiten, gegenseitig aufzubauen und die Vorfreude auf das Kommen des Herren aufrecht zu erhalten. So, wie es der Schreiber des Psalms ausdrückte.
Der Bezirksvorsteher Markus Woeste betonte in seiner Predigtzugabe die bekennende Gemeinde. Die christlichen Stimmen werden heutzutage immer leiser. Um so wichtiger sei das Bekennen des Wirkens und der Hilfe Gottes und dass das Heil allen Menschen angeboten wird.
Apostel Pöschel setzte einen letzten Akzent, dass das Wirken Gottes nicht immer deutlich wird. Er empfahl, in diesem Fall einen Wechsel der Perspektive einzunehmen. Insbesondere Gottesdienste fördern die Erkenntnis, dass Gott seinen Plan konsequent vom Anfang bis zum Ende verfolgt.
Nach der Predigt folgten die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls. Anschließend beendete der Apostel den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
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