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Auf zu neuen Ufern – Jesu im Lebensschiff

 

Ruhr-Süd/Bochum-Ost. Am 11. Februar 2024 versammelten sich die Kinder des Bezirkes Ruhr-Süd zum KiGo 10-14 in der Gemeinde Bochum-Ost, um gemeinsam das Thema „Auf zu neuen Ufern – Jesu im Lebensschiff“ zu erkunden.

Priester Jens Wortmann leitete den Gottesdienst, welchem folgendes Bibelwort zugrunde lag: „Und es begab sich an einem der Tage, dass er in ein Boot stieg mit seinen Jüngern; und er sprach zu ihnen: Lasst uns ans andere Ufer des Sees fahren. Und sie stießen vom Land ab“ (Lukas 8,22).

Nachdem der Gottesdienst musikalisch durch das Lied „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“ eingeleitet wurde, bezog sich Priester Wortmann in seiner Predigt auf eine persönliche Erfahrung bei einer Kanutour seiner Arbeitsstelle.

Kanutour

So berichtete Priester Wortmann, dass er - nach ersten Einweisungen eines fachkundigen Guides - während der Fahrt erleichtert war, einen großen, starken Kollegen vor sich im Boot zu haben, der die Arbeit übernehmen könnte.

Allerding entpuppte sich dieser Kollege als jemand, dem es mehr um Spaß als um das Erreichen des Zieles ging. Denn dieser verkleidete sich als Pirat und versuchte, die anderen Kanuboote mit Wasserpistolen zu „bekämpfen“. Dies führte dazu, dass das Boot von Priester Wortmann mehrmals kenterte, an tiefen Stellen Schwimmwesten für die Besatzung notwendig waren oder man an einigen Stellen auf Grund lief, was sie dazu zwang, das Kanu zu schieben. Wenn auch durchnässt, erreichten sie alle trotz dieser Herausforderungen letztendlich dennoch das Ziel der Tour.

Wen lasse ich in mein Boot?

Priester Wortmann wies in seiner Predigt darauf hin, dass auch Satan - in der Erzählung analog zum „Piraten“ - immer Mitinsasse in unserem Lebensschiff ist und regte die Kinder daher an, sich zu hinterfragen: „Wen lasse ich in mein Boot?“ Dabei betonte er die Rolle von Jesus, Gott und dem Heiligen Geist als wahre Begleiter auf unserem Lebensweg.

Wie auch die Schwimmwesten in der Erzählung behüten uns Schutzengel ein Leben lang und Gott kann uns stets Auftrieb im Leben geben, beispielsweise durch das Heilige Abendmahl. Durch die Zehn Gebote, unsere Eltern und Vorbilder im Glauben oder die Gottesdienste wird uns stets die Möglichkeit gegeben, unseren persönlichen fachkundigen Guide - Gott - zu erleben. Außerdem können wir dabei immer wieder erfahren - auch wenn wir mal auf Grund auflaufen: gegenseitige Hilfe bewirkt ein Vorwärtskommen und nur so können wir an das gemeinsame Ziel kommen.

Bevor Priester Christian Libuda zum Mitdienen an den Altar gerufen wurde, sang die Gemeinde gemeinsam „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott, sei mit uns, wie wir auch heißen. Sei Anker und Land, sei schützende Hand, sei mit uns auf allen Reisen“ (Stimmt mit ein, Nr. 58).

Aktion Hindernisparcours

Priester Libuda ging in seinem Predigtbeitrag zunächst noch einmal auf die Schwimmwesten ein und betonte das Versprechen des Heiligen Geistes, für uns zu sorgen und uns Sicherheit im Glauben zu geben.

Des Weiteren hob Priester Libuda einige Aspekte einer Aktion der Kinder hervor, welche vor dem Priesterwechsel durchgeführt wurde. Bei dieser Aktion wurde einem Kind die Augen verbunden und es von einem anderen Kind durch einen Parcours mit Hindernissen aus Büchern, Besenstielen, Seilen und Wackelbrettern geführt. Auch wenn es Aufgabe der am Rande stehenden Kinder war, falsche Hinweise zu geben, erreichten die beiden anderen dennoch das Ziel des Parcours.

Priester Libuda wies in seinem Predigtbeitrag darauf hin, dass es außen herum sehr laut wurde, jedoch die Person, die geführt hat und die „blinde“ Person wirklich zum Ziel führen wollte, leise blieb. So hob Priester Libuda hervor, dass wir auf unsere innere Stimme, die leise, ruhige Stimme des Heiligen Geistes hören sollten. Auch wenn diese innere Stimme mal übertönt wird oder Gefahren und Anstrengungen auf uns lauern, sollten wir uns nicht davon ablenken lassen, das Ziel zu verfolgen und uns dort hinführen zu lassen.

Abschließend verwies Priester Libuda auf das Heilige Abendmahl. Auch wenn wir mal im Glauben kentern, sollten wir nie den Heiligen Geist untergehen lassen, denn spätestens im Abendmahl wird wieder alles gut; hier werden alle Sünden abgewaschen und uns wird verziehen. Gleichzeitig soll es dann aber auch unser Ansporn und Wille sein, unserem Nächsten zu vergeben.

Heiliges Abendmahl

Die Überleitung auf das Abendmahl erfolgte von Priester Wortmann durch eine Analogie einer Pause während des Kanufahrens, bei der Essen und Trinken gereicht und Verletzungen versorgt wurden. Priester Wortmann wies die Kinder darauf hin, dass Gott uns im Gottesdienst und besonders beim Heiligen Abendmahl die Möglichkeit zur geistlichen Nahrung und Heilung bietet.

Die Feier des Heiligen Abendmahls wurde instrumental durch Querflöte und Oboe mit den Stücken „Schalom Chaverim“ und „Dona Nobis Pacem“ begleitet.

Der Gottesdienst endete mit einem obligatorischen „Happy-Birthday-Ständchen“ für die Geburtstagskinder. Außerdem wurde den Kindern passend zum Thema des KiGos ein kleines Boot als Give-Away mitgegeben.

11. Februar 2024
Text: Lena Kubillus
Fotos: Lena Kubillus

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