Ruhr-Süd/Sprockhövel. Am 5. Dezember 2021 fand in der Neuapostolischen Kirche Sprockhövel der letzte KiGo 10-14 des Jahres 2021 statt.
Priester Jens Wortmann, Leiter des Kindergottesdienstes, stellte zu Beginn des Gottesdienstes fest, dass im weihnachtlichen Altarschmuck ein Rucksack stehe, der so gar nicht in das Bild passe. Der Rucksack sei an dieser Stelle doch fehl am Platz, so Priester Wortmann weiter. Im Laufe des Gottesdienstes sollte der Rucksack aber mehr an Bedeutung bekommen.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Hebräer 12,1 „lasst uns ablegen alles, was uns beschwert“ zu Grunde. Darauf aufbauend wurde die Geschichte eines Arztes in einer Krisenregion erzählt. Dieser wurde aufgefordert, einen Rucksack zu packen, der nicht schwer sein durfte, damit man mit diesem schnell laufen könne.
Daher sei es wichtig, mit Sorgfalt den Rucksack zu packen. „Nur wichtige Dinge dürfen hinein, wie zum Beispiel etwas zu Essen und zu Trinken“, so Priester Wortmann. Auch einige persönliche Gegenständen fänden darin Platz: Fotos, Briefe, Schmuckstücke oder besondere Erinnerungen.
Manches Mal packe man in seinen eigenen Rucksack aber auch unwichtige Dinge, die schwer und belastend seien. Ein Vater habe seinem Kind bei einer Bergwanderung Steine in den Rucksack gepackt, damit dieses nicht zu schnell vorneweg liefe, so Priester Ralf Hessel in seiner Predigtzugabe.
Um den Kindern alles anschaulich zu verdeutlichen, wurde im Laufe des Gottesdienstes der Rucksack vor dem Altar gemeinsam ausgepackt. Darin enthalten waren neben positiven und wichtigen Dingen auch schwere, unnütze Gegenstände. Schnell wurde entschieden, welche Gegenstände weiterhin im Rucksack bleiben sollen und welche beiseitegelegt werden können.
Priester Wortmann rief die Anwesenden auf: „Nehmt nur die Dinge mit, die euch nicht belasten. Alles andere lasst aus eurem Rucksack.“
Im Anschluss an den KiGo durfte sich jedes Kind einen kleinen Rucksack nehmen und an unterschiedlichen Stationen einpacken, was persönlich wichtig ist. So landete mancher Schokoriegel und manches Trinkpäckchen im Rucksack, aber auch Zettel mit der Aufschrift „Vertrauen – Gott ist da“ oder „Eine Kirche, in der wir uns wohlfühlen“ fanden den Weg ins Innere.
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