Witten. Apostel Thorsten Zisowski feierte am 18. August 2021 einen Gottesdienst mit der Gemeinde in Witten und verabschiedete Diakon Edgar Schüßler, der seinen Wohnsitz nach Portugal verlegt.
Als Grundlage des Gottesdienstes diente der Bibelvers aus Matthäus 11,28: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“
Zu Beginn des Gottesdienstes trug ein Quartett das Lied "Auf deinem Herzensacker" (CB 97) vor. Das Ende des Liedes „Sei gutes, gutes Land!“ griff Apostel Zisowski auf: Dies bedeute, so sagte er, bereit zu sein, sich auf Gottes Wort einzulassen. Auch wenn eine große Gemeinde versammelt sei, sei doch das Wort für jeden einzelnen bestimmt. „Gott hat den Blick für den einzelnen nie verloren!“, betonte er. Daher sei Predigt auch nie pauschal. „Gott kennt dich und weiß, was du erlebst!“
Bei der Witwe, die ‚nur‘ ein Scherflein in den Opferstock legte, bei Zachäus und auch bei der Frau, die Jesus anrührte, stand für Jesus immer diese einzelne Person im Vordergrund. Das bedeutet auch für uns, dass Gott sich jedem einzelnen zuwendet. Dazu gehört auch diese von Jesus ausgesprochene Einladung an Kranke, an Opfer der Verhältnisse, an Menschen, deren Leben nur Probleme brachte, an Enttäuschte …: „Kommt zu mir!“
Mühselig kann man auch so ausdrücken: müde geworden, matt, arbeitend. Man könne müde werden im Bezug auf den Gottesdienst, in dem Gedanken, dass es doch immer dasselbe sei. „Ja, stimmt, vieles hören wir immer wieder“, sagte Apostel Zisowski, aber Gottesdienst sei Standortbestimmung, führe zu der Erkenntnis, ob wir uns in Richtung Jesu weiterentwickeln. „Langweilige Gottesdienste gibt es nur für den, der nicht bereit ist, über sein Leben nachzudenken. Denn wenn du das Wort Gottes in dein Leben lässt, wird es Kraft sein. Wenn du das Bemühen hast, das Evangelium zu leben, wirst du Verbindung zu Jesus spüren“, führte der Apostel aus.
Predigtbeiträge
Diakon Edgar Schüßler wies in seinem Predigtbeitrag darauf hin, dass Jesu Stimme kein Brüllen sei. Sie kann ganz leise sein. Man muss also schon hinhören.
Abschließend bedankte sich der scheidende Diakon bei allen für das, was er in den langen Jahren der Gemeindezugehörigkeit aus dieser mitnehmen konnte. Als verabschiedenden und verbindenden Gruß an alle schloss er mit dem Wort aus 1.Petrus 5,7 (vertont CB 153): „Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch!“
Einen weiteren Predigtbeitrag leistete Bischof Bruns. Er erklärte unter anderem, dass Jesus auch die annimmt, die im Dienen mal müde geworden seien. Er sagt uns dann: „Komm zu mir! Wenn du beim Dienen müde geworden bist, habe ich dafür Verständnis. Ruh dich aus, mach eine schöpferische Pause und nimm Kraft aus meinem Wort und dem Gebet. Aber lauf nicht weg und wirf nicht direkt alles hin!“
Nach dem Gottesdienst verabschiedete der Apostel Diakon Edgar Schüßler, der nun seinen Wohnsitz nach Portugal verlegt. „Dein Name ist mit Musik verbunden“, so der Apostel, „das haben wir auch heute Abend beim Zuhören wieder mit Genuss festgestellt. Aber ich bin sicher, dass du in Portimao, deiner neuen Gemeinde, nicht nur als Organist tätig sein wirst. Vielen Dank für alles, was du hier getan hast!“
Zum Abschluss ließ Edgar Schüßler mit Bachs „Präludim und Fuge in F-Dur“ (BWV 556) noch einmal das volle Werk der Orgel erklingen.
Präludium und Fuge F-Dur (BWV 556) erklingt mit vollem Werk der Orgel
18. August 2021
Text:
Heike Schüßler
Fotos:
Frank Stechbart
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