Gevelsberg. Am Sonntag, dem 11. Juli 2021, feierten die Eheleute Marlies und Harald Lücke ihren 40. Hochzeitstag. Dazu empfingen sie einen besonderen Segen in der Neuapostolischen Kirche in Gevelsberg.
Bischof Ulrich Götte hielt den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Lukas 10,33: „Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn.“
Der Pianist spielte nach dem Eingangsgebet die Melodie aus dem Gesangbuchlied: „Welch ein Freund ist unser Jesus.“ Darauf ging der Bischof zu Beginn seiner Predigt ein und führte an, dass er dieses Lied selbst auch in die engere Auswahl als Eingangslied zu Beginn des Festgottesdienstes gezogen habe. Gleichwohl habe er mit dem Rubinhochzeitspaar noch einmal gesprochen; unter dem Strich sei dann das Eingangslied „O Wunderliebe, die mich wählte“ herausgekommen. Der Pianist habe das „Freund-Jesu-Lied“ jedoch ohne Absprache angestimmt. „So funktioniert Gottesdienst“, so Götte.
Bezugnehmend auf das Bibelwort führte Bischof Götte aus, dass einen Freund zu haben nicht bedeute, dass man mit ihm nichts zu tun haben wolle. Die Reaktion des Samariters zeige nicht nur Mitleid, das üblicherweise an der Oberfläche verbliebe. Es war ausgerechnet der „Ausländer“ (Samariter), der sich auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho befand und der in den Augen der Israeliten geringschätzig angesehen wurde. Priester und Levit gingen an dem, der unter die Räuber gefallen war, achtlos vorüber. Da jedoch Glaube und entsprechende Werke zusammengehören, bliebe das Gebot der Nächstenliebe. Was wir dem Notleidenden Gutes tun, das tun wir auch für den Herrn.
In seinem Mitdienen vertiefte Bezirksevangelist Frank Schauerte die Gedanken des Bischofs.
Segensspendung
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und vor der Segensspendung spielten die Enkelkinder der Jubilare auf Klavier und Kontrabass das Lied „Gemeinsam unterwegs“.
In seiner Ansprache bezeugte Bischof Götte, wie passend es ist: Die Eheleute Lücke haben praktisch alles gemeinsam gemacht. Am Arbeitsplatz hatten sie sich kennengelernt und heirateten 1981; zwei Kinder bereicherten ihre Ehe. Harald und Marlies unternahmen viele Reisen gemeinsam, auch in überseeische Gebiete. Dabei lag ihnen Gottes Werk sehr am Herzen. Sogar Reisen in Missionsgebiete Osteuropas gehörten dazu. Harald Lücke wirkte seit 1985 als Ehrenamtlicher in Hattingen und Bochum. Heute fungiert er als Priester und Vorsteher für die Gemeinde Gevelsberg. Marlies Lücke wirkt als Seniorenbeauftragte für den Kirchenbezirk Ruhr-Süd. Egal, was die bisherige Lebenszeit auch an Ereignissen mit sich brachte, die Ehejubilare hielten die Hand Gottes fest und gingen den Weg, den Gott ihnen wies.
Passend dazu widmete ihnen Bischof Götte das Wort aus Psalm 9, 2.3: „Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. Ich freue mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster.“
Da die Kirche gut gefüllt war, wurde die Maskenpflicht auf den Plätzen im Kirchenschiff noch nicht aufgehoben. Auch auf Gesang und Büfett musste verzichtet werden.
Nach der Segenshandlung und der Beglückwünschung konnten sich Gäste und Gemeindemitglieder jedoch im Vorübergehen an verschiedenen Sorten von erfrischenden „To-go-Getränken“ und Süßigkeiten bedienen.
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