Am Samstag, dem 2. September 2017, lud die neuapostolische Kirchengemeinde Gevelsberg wieder zu ihrem alljährlichen Wandertag: Thema des Ausfluges war der bedeutende regionale Industrielle des 19. Jahrhunderts, Friedrich Harkort.
Der Tag begann wettertechnisch nicht gerade verheißungsvoll. Trotz einiger verzagter Stimmen zu den Wetterprognosen fand sich eine Gruppe von Wanderern aus der Region zwischen Schwelm und Schwerte am Vormittag an der Bahnhofstraße in Wetter/Ruhr ein.
Zunächst stiegen die 20 Ausflügler im bewaldeten Schnodderbachtal steil den Harkortberg hinauf. An einer Lichtung nahmen sie den Gutshof Schede in Augenschein, der bis heute der Familie Harkort gehört. Das Panorama reichte bis nach Wengern und Witten. Noch weiter leicht aufsteigend, ging der Weg wieder durch den Wald zu einer Schutzhütte, an der ein kleines Picknick eingenommen wurde. Die Sonne hatte sich inzwischen klar und warm durchgesetzt. Endlich konnte man den Harkortsee von einem Aussichtspunkt ca. 200 m über dem Wasserspiegel bewundern.
Der Abstieg nach Herdecke führte durch einen Waldpfad, der nur im Gänsemarsch zu begehen war. In einem Restaurant der Herdecker Altstadt nahm die Gruppe ihre Mittagsstärkung zu sich, froh, im Trockenen zu sitzen; denn kurze Zeit später tobten draußen plötzlich ergiebige Regenfälle mit Gewitter.
Einige Ausflügler entschieden, hier die Wanderung abzubrechen und sich nach dem Mittagessen per Schiff von Herdecke über den Harkortsee nach Wetter zurückfahren zu lassen. Fast die Hälfte der Gruppe beschloss jedoch unentwegt, sich fußläufig am Ruhrufer und am Harkortsee entlang Richtung Wetter zurück zu kämpfen.
Auf der Höhe wurde der Harkortturm sichtbar. Zahlreiche Wasservögel auf dem See luden zu begeisternden Schnappschüssen ein. Der Regen ließ langsam nach und die Sonne setzte sich wieder durch. Ein Abstecher führte auf den Hügel zur Burg Wetter, zum Harkorthaus in der Altstadt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts und zu einem Viertel mit idyllisch geschmückten Fachwerk- und Schieferhäusern, bevor der Rundwanderweg am Parkplatz nach insgesamt ca. 11 km wieder endete.
Alle Wanderer waren trotz der vorübergehenden Dusche von oben von diesem Tag begeistert und zeigten sich schon neugierig, wohin es sie im nächsten Jahr verschlagen würde.
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